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Liebe Interessierte,
die ersten Projekte rund um den Natürlichen Klimaschutz haben Fahrt aufgenommen – das hat das ANK-Fachforum Ende November in Berlin eindrucksvoll gezeigt. In den Räumen der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) kamen Akteur*innen aus Praxis, Verwaltung und Politik zusammen, um Erfahrungen zu teilen und neue Impulse zu setzen. Besonders beeindruckend waren die vielfältigen Praxisbeispiele aus ausgewählten ANK-Projekten und der engagierte Austausch an den Thementischen. Im „Rückblick“ erfahren Sie mehr dazu.
Beim ANK-Projekt des Monats Dezember schauen wir dieses Mal nach Helgoland: Dort wird im Projekt „LABLUC“ das Potenzial von Braunalgen für die langfristige Kohlenstoffspeicherung im Meeressediment erforscht. Braunalgenwälder im Meer binden durch Photosynthese Kohlenstoff – ähnlich wie Wälder an Land. Ein Ziel des ANK ist es, das Potenzial mariner Ökosysteme und ihrer Kohlenstoffbindung sowie ihrer langfristigen Kohlenstoffspeicherung besser zu ermitteln und zu verstehen.
Auch im kommenden Jahr freuen wir uns, Sie bei unseren Seminaren, Fachkonferenzen und Vernetzungsangeboten wiederzusehen. Schon im Januar werden wir vom 19.–23.01.2026 bei der Internationalen Grünen Woche am Stand des Bundesumweltministeriums präsent sein. Kommen Sie gerne vorbei.
Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr!
Ihr KNK-Team
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Von lokal bis international
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Aus den vielen Einzelmaßnahmen im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) solle etwas Großes werden – für den Klimaschutz und den Naturschutz. Dies erklärte Dr. Thomas Voß, Referatsleiter Förderprogramme, Haushaltsangelegenheiten Naturschutz und ANK im Bundesumweltministerium, beim ANK-Fachforum am 27.11.2025 in Berlin. Das ANK-Projekt in der Gemeinde Lauchringen in Baden-Württemberg ist ein gutes Beispiel dafür, was vor Ort für den Natürlichen Klimaschutz bewegt wird: Mit ANK-Fördermitteln werden dort in den kommenden Jahren die Riedwiesen entlang der Wutach ökologisch aufgewertet. Bei ihrem Besuch Ende November betonte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Rita Schwarzelühr-Sutter, wie wichtig es sei, solche Projekte in die Fläche zu bringen. Weitere Informationen zu den Maßnahmen in Lauchringen erhalten Sie im Projektsteckbrief. Nach einer Planungsphase von drei Jahren ist im Dezember ein weiteres ANK-Modellvorhaben gestartet: das Naturschutzgroßprojekt „Mittelelbe-Schwarze Elster“. In den kommenden zehn Jahren werden damit in der Region bei Wittenberg in Sachsen-Anhalt umfangreiche naturschutzfachliche Maßnahmen zum Erhalt und zur Revitalisierung der Auen an der Elbe und Schwarzen Elster umgesetzt. Der WBNK auf der COP30Der Wissenschaftliche Beirat für Natürlichen Klimaschutz (WBNK) war mit einem Side Event auf der 30. Weltklimakonferenz COP30 in Belém (Brasilien) präsent. Dort stellte er seine Empfehlungen für den Natürlichen Klimaschutz in Deutschland vor. Im Mittelpunkt standen Moore als wichtigste natürliche Kohlenstoffspeicher für den Klimaschutz an Land sowie der internationale Austausch über Wiedervernässung und die nasse Nutzung. Bundesumweltminister Carsten Schneider eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort. Hier geht es zur Aufzeichnung des Events. Wacken Open Air erhält den „Future of Festivals Award“Die vom Projekt „Klimafarm“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein entwickelten Bodenschutzmatten aus Moorpflanzen haben sich nicht nur beim Wacken Open Air bewährt, sondern wurden nun auch mit dem Future of Festivals Award ausgezeichnet. Der prämierte Einsatz der nachhaltigen Anti-Matsch-Matten aus dem Pilotvorhaben Moorbodenschutz findet in der Festivalbranche große Beachtung und könnte künftig einen wichtigen Beitrag zu klima- und ressourcenschonenden Veranstaltungsformaten leisten.
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| Moorbodenschutz |
Zentrale Erkenntnisse von MoorNet |
Nach drei Jahren Laufzeit präsentierte das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben „MoorNet“ auf einer Abschlusstagung bisherige Ergebnisse. Auch Erfahrungen aus der Moorschutzpraxis wurden diskutiert und weiterer Handlungs- und Unterstützungsbedarf identifiziert. MoorNet wird im Auftrag des BfN mit Mitteln des BMUKN umgesetzt. |
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Klimaschutzprogramm |
Öffentlichkeitsbeteiligung gestartet |
Die Bundesregierung arbeitet derzeit an einem neuen Klimaschutzprogramm zur Einhaltung der gesetzlichen Klimaziele. Das BMUKN hat dazu ein breit angelegtes Beteiligungsverfahren gestartet. Einsendeschluss ist der 13.01.2026. |
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Im ANK sind aktuell vier Förderprogramme für Sie geöffnet. |
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BMUKN, KfW |
Natürlicher Klimaschutz in Kommunen |
Das BMUKN unterstützt Städte und Gemeinden, Grünflächen zu schaffen, Böden zu entsiegeln und Artenvielfalt zu fördern.
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BMUKN, ZUG |
KlimaWildnis – mehr Wildnis für Deutschland |
Das BMUKN fördert die Entwicklung und Sicherung von KlimaWildnis-Flächen sowie die Einstellung von KlimaWildnis-Botschafter*innen.
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BMUKN, ZUG |
InAWi: Klimamoorschutz |
Das BMUKN fördert Akteur*innen, die sich bei der Wiedervernässung von Mooren aktiv einbringen wollen.
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BMUKN, ZUG |
1.000 Moore: Klimamoorschutz |
Das BMUKN unterstützt Akteur*innen bei der Wiedervernässung von kleinen, naturschutzbedeutsamen Mooren.
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Landschaftswasserhaushalt als Schlüsselfaktor: Grundlagen für Natürlichen Klimaschutz
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24.02.2026, 13:00–14:30 Uhr, online
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Klimawandel und Landnutzung verändern den Wasserkreislauf. Doch wie wirkt sich die Verfügbarkeit von Wasser auf die Funktionsfähigkeit von Ökosystemen und deren Fähigkeit, Kohlenstoff zu speichern, aus? Und welche Folgen hat das für Auen, Moore, Wälder und Böden?
Im Seminar geben wir Ihnen einen verständlichen Einblick in die wichtigsten physikalischen und ökologischen Prozesse rund um den Landschaftswasserhaushalt. Wir zeigen auf, warum Schritte hin zu einem naturnahen Landschaftswasserhaushalt zentrale Bedeutung für Natürlichen Klimaschutz und Klimaanpassung haben. Und wir erklären, welche Maßnahmen notwendig sind, um die Resilienz von Ökosystemen zu stärken.
Wir freuen uns über Ihre Anmeldung auf unserer Website.
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Wiedervernässung naturschutzbedeutsamer Moore: Förderung und Praxis
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26.02.2026, 13:30–15:30 Uhr, online
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Im Seminar geben Expert*innen Einblicke in die Angebote und Maßnahmen der ANK-Förderrichtlinie „1.000 Moore“. Zudem stellen erste geförderte Akteur*innen aus Hamburg und Sachsen ihre Projekte vor.
Nasse Moore sind natürliche Kohlenstoffspeicher und damit entscheidende Partner für den Klimaschutz. Darüber hinaus tragen sie als wertvolle Ökosysteme zum Erhalt der Biodiversität, zum Natur- und zum Artenschutz bei. Der Moorbodenschutz steht deshalb im besonderen Fokus des ANK.
Wir freuen uns über Ihre Anmeldung auf unserer Website.
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5. Online-Vernetzungstreffen zum Natürlichen Klimaschutz
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05.03.2026, 09:30–12:00 Uhr, online
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Wir laden Sie ein, beim Online-Vernetzungstreffen mit Akteur*innen aus Verwaltung, Praxis und Zivilgesellschaft ins Gespräch zu kommen, neue Kontakte zu knüpfen, bestehende Kontakte zu pflegen und Kooperationen zu starten.
Freuen Sie sich auf einen inspirierenden Impuls aus dem Themenbereich des Natürlichen Klimaschutzes. In den anschließenden Diskussionsrunden haben Sie Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen, Ideen weiterzuentwickeln und gemeinsame Projekte anzustoßen. Zudem stellen wir Ihnen die Angebote des KNK vor.
Die Anmeldung wird bald auf unserer Website unter Veranstaltungen geöffnet.
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Das KNK ist mit einem Infostand bei folgenden Veranstaltungen präsent:
- Agrarkongress / BMUKN, 13.01.2026, Berlin, Inhalte: Impulse für die Beibehaltung von Umwelt-, Klima- und Naturschutz in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP)
- Internationale Grüne Woche / Messe Berlin, KNK-Infostand im BMUKN-Bereich: 19.-23.01.2026, Berlin, Inhalte (BMUKN und KNK): Die Rolle der Natur für das Klima – Projekte und Maßnahmen im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) sowie Förder- und Fachberatung
- 38. Deutscher Naturschutztag / BBN, BfN, DNR, Bundesland Berlin, 10.-14.03.2026, Berlin, Inhalte: Grundlagen erfolgreichen Naturschutzes, Stadtnaturschutz, Herausforderungen auf Landschaftsebene, Biodiversitätsmonitoring, Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen, Bewertung rechtlicher Vorgaben
Weitere Veranstaltungstipps:
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LABLUC – Braunalgen als Kohlenstoffspeicher
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Rund um die Insel Helgoland werden in Tauchgängen Braunalgen untersucht. Diese sondern die noch kaum erforschte Zuckerverbindung Fucoidan ab, die durch Kohlenstoffbindung zum Natürlichen Klimaschutz beitragen könnte. Im Projekt „LABLUC“ – unserem Projekt des Monats Dezember – wird das Potenzial von Braunalgen als Kohlenstoffspeicher untersucht. Ähnlich wie Wälder an Land binden Braunalgenwälder im Meer durch Photosynthese Kohlendioxid und wandeln es in organische Moleküle um. Besonders an Braunalgen ist, dass sie Kohlenstoff speichern, indem sie sehr große Mengen komplexer Polysaccharide, also lange Ketten aus miteinander verbundenen Zuckermolekülen, herstellen und freigeben – insbesondere Fucoidan. Diese Moleküle sind offenbar gegen den Abbau in der Meeresumwelt resistent und binden so große Mengen an Kohlenstoff über Jahrtausende. Ziel des Projekts ist es, ein Modell zu entwickeln, das das Kohlenstoffspeicherpotenzial von Braunalgen rund um Helgoland quantifiziert. In Zukunft könnte dieses Modell die Bedeutung von Braunalgen für den Natürlichen Klimaschutz erklären und eine wissenschaftliche Grundlage für Schutz- und Wiederherstellungsmaßnahmen bieten. Das Projekt wird vom Bundesland Schleswig-Holstein und MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen umgesetzt.
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Beratungshotline
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Rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne.
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Wir beantworten Ihre Fragen zu den Förderprogrammen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz. Bei Bedarf vermitteln wir Sie an spezialisierte Beratungsstellen bei Förderbanken und Projektträger*innen. Hotline: 030 72618 0200 Sie erreichen uns telefonisch montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr. Oder schreiben Sie uns eine Nachricht – über das Kontaktformular oder per E-Mail an knk@z-u-g.org.
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Das ANK-Fachforum 2025: Impulse aus der Praxis
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Mehr als 170 Akteur*innen aus Praxis, Verwaltung und Politik informierten sich beim diesjährigen ANK-Fachforum am 27.11.2025 in Berlin zur Umsetzung des ANK und diskutierten Erfahrungen und Erfolgsfaktoren der Projekte. Nach Praxisvorträgen aus ANK-Projekten fand an Thementischen ein intensiver Austausch zu konkreten Herausforderungen und Praxisfragen statt.
Die Impulsvorträge zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig das ANK in der Fläche umgesetzt wird:
- Herbert Tischhöfer, Bürgermeister der Stadt Hemau/Bayern, berichtete von den Herausforderungen seiner Kommune: Die Stadt wachse, naturnahe Freiflächen zur Erholung fehlten, der Klimawandel sei spürbar. Die Antwort: Eine 3,6 Hektar große innerstädtische Fläche, bislang intensiv landwirtschaftlich genutzt, werde als Naherholungsgebiet umgestaltet – für das Klima und die Menschen. Und das in enger Zusammenarbeit mit Anwohner*innen und weiteren Nutzer*innen des Gebietes.
- Björg Dewert, Geschäftsführerin des Vereins zur Revitalisierung der Haseauen e.V., zeigte, wie an der Hase Fließgewässerlandschaften inkl. der Auen für den Natürlichen Klimaschutz revitalisiert werden: Unter anderem wurden Flach- und Wechselwasserzonen angelegt und Bäche renaturiert. Als Bioindikatoren für die Gewässerqualität untersucht man begleitend die Vorkommen von Libellen und Köcherfliegen. Menschen vor Ort mitzunehmen und einzubeziehen sei ein Schlüssel für den Erfolg, von Schulklassen bis zu politischen Netzwerken.
- Dr. Christoph Hiltl, Vorstand der Stiftung Lebensräume für Mensch und Natur, und Ina-Marlene Schnetzer, KlimaWildnisBotschafterin, gaben Einblicke in ihr KlimaWildnis-Projekt, das im Sommer 2025 im Frankenwald und Thüringer Wald startete. Im Projektgebiet wurden bereits viele Gespräche geführt, Netzwerke aufgebaut und Pressearbeit gestartet. Die Botschaft: Wilder Wald sei eine Chance für Klima- und Artenschutz, für die Heimat und für kommende Generationen. Ein erster Erfolg: 8,8 Hektar Wald wurden kürzlich als Wildnisfläche gesichert.
Die Präsentationen der Vorträge stehen auf der KNK-Website zum Download zur Verfügung.
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Das BfN-Gutachten zur Umsetzung und Wirkungen von Fördermaßnahmen im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) 2025 bietet eine fundierte Einschätzung zum Umsetzungsstand und den voraussichtlichen Wirkungen der bisher begonnenen Fördermaßnahmen.
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Kommunen stehen vor der Herausforderung, effektive Maßnahmen zur Klimaanpassung umzusetzen. Das UBA-Politikpapier beleuchtet alternative Finanzierungsquellen – jenseits von öffentlichen Geldern – für die Umsetzung von naturbasierten Lösungen.
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Das Kompetenzzentrum Natürlicher Klimaschutz (KNK) ist die zentrale Anlaufstelle für das Thema Natürlicher Klimaschutz auf Bundesebene. Es ist Teil des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) des Bundesumweltministeriums.
Das KNK bietet Beratung zu allen Fragen rund um den Natürlichen Klimaschutz, informiert über Fördermöglichkeiten, stellt Fachinformationen bereit und bringt Akteur*innen und Interessierte in Veranstaltungen zusammen. |
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